Montag, 19. Januar 2009

restorm, jamendo

Kommerzielle Musiklabels versuchen bekanntlich p2p Austausch von Material zu unterbinden, da es konzeptgemäss ihre Einnahmequelle gefährdet. Nun, Plattformen, welche die Creative Commons Lizenzen im Gegensatz zum konventionellen Urheberrecht unterstützen, versuchen genau die p2p-Entwicklung aufzunehmen und zu fördern. Kurz: CC stellt sich gegen das Unternehmensprinzip von Itunes, Beatport, Emi, Universal etc. und entstandt als Reaktion auf Musikblogs, die Remix-/Sample-Szene und allgemeiner den Open Source Gedanken.
Radiohead und Nine Inch Nails hier wohl prominenteste Vertreter der CC-Lizenz, unter genau welchen die letzten Veröffentlichungen liefen.
Bekanntlich reicht bloss im Internet präsent zu sein aber nicht aus, um nachhaltiger in Erinnerung zu bleiben und ist alleine nicht besonders lukrativ, wenn der online Musikvertrieb keine Einnahmequelle mehr darstellt. Deswegen versuchen CC-unterstützende Netlabels mit Venues zuammen zu arbeiten und Konzerte und Parties zu organisieren, welche dem demokratischen Ideal gemäss, der User-Beteiligung auf der Plattform nach gestaltet werden. D.h.: Promotion ist gänzlich den Bands überlassen, durch Unterstützung der Musikkonsumenten (z.B. in Form geaddeter Fans oder Votings) steigt ihr Ranking und sie kriegen mehr Auftritte. Dies erscheint mir komplett Zeitgeist-gemäss und ich werde Plattformen dieser Art prüfen. Mein momentaner Favorit ist restorm, welches das Potential dieses Prinzips am effektivsten ausnutzen.

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